Die meisten PLR-Projekte scheitern nicht am eBook selbst. PLR eBooks, das sind fertige Ratgeber, die du kaufst und danach unter deinem eigenen Namen weiterverkaufst, ohne eine einzige Zeile selbst zu schreiben. Der Text ist fertig, das Thema trägt meistens auch. Sie scheitern an einer Handvoll Fehler, die erst nach dem Kauf passieren.
Seit Jahren sehe ich die Fehler beim Verkauf von PLR eBooks immer in denselben Mustern. Es ist weder ein Hexenwerk noch gibt es eine geheime Formel dafür. Es sind ein paar Grundregeln, die viele überspringen, weil sie sich durch das fertige Buch in falscher Sicherheit wiegen. Pass mal auf, hier kommen die fünf Fehler, einer nach dem anderen.
Fehler 1: Das eBook eins zu eins veröffentlichen
Der häufigste von allen. Du kaufst das fertige Manuskript, lädst es ohne eine einzige Änderung hoch und lässt sogar das Cover, wie es war. Das fühlt sich effizient an und rächt sich trotzdem. Das Problem steckt weniger im Rechtlichen als in der Wirkung auf deinen Leser. Ein Buch, das Wort für Wort schon woanders steht, klingt nach niemandem. Es hat keine eigene Stimme, keine Seele einfach nichts, das den Leser mit dir als Autor verbindet.
Bei billigen Massenlizenzen, wo derselbe Text an viele Käufer zugleich geht, kommt gleich noch ein zweiter Effekt dazu. Doch selbst bei einem exklusiven Manuskript mit einer Einzelnutzerlizenz, so wie du sie in meinem Shop findest, das sonst keiner bekommt, lohnt sich die Nacharbeit. Zieh mindestens den Titel und die Einleitung auf deine Leute zu, dazu ein paar Beispiele im Text. Menschen kaufen von jemandem, dem sie vertrauen. Und Vertrauen entsteht, wenn ein Text nach einer echten Person klingt und nicht nach Fließband. Genau diesen Unterschied spürt dein Leser.
Fehler 2: Die Lizenz nicht lesen, bevor du das PLR eBook verkaufen willst
Klingt banal, ist es aber nicht. Eine Lizenz ist der Vertrag, der dir sagt, was du mit dem gekauften eBook überhaupt anstellen darfst. Und diese Verträge sind von Anbieter zu Anbieter völlig verschieden. Der eine erlaubt dir den Verkauf über Amazon KDP, also Amazons Selbstverlags-Plattform, über die jeder eBooks hochladen kann. Beim nächsten Anbieter ist das verboten. Manche lassen dich das Buch sogar verschenken, andere ziehen da eine harte Grenze. Wenn du das vor dem Kauf nicht liest, stehst du im schlimmsten Fall mit einem Buch da, das du gar nicht verkaufen darfst.
Die Absicherung kostet dich fünf Minuten. Lies vor dem Kauf genau, was die Lizenz dir erlaubt. Wdenn der Verkäufer die Lizemnz nicht im Shop offenlegt, dann frage ihn danach. Dann speicher dir das Dokument nach dem Kauf ab. Gibt es später Streit, hast du damit belegt, worauf du dich verlassen durftest. Der kurze Blick gehört zu jedem Kauf dazu, egal wie verlockend der Titel im Shop aussieht.
Fehler 3: Massen-PLR kaufen und sich über Duplikate wundern
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Billige PLR eBooks verkaufen zahlreiche Anbieter an Hunderte Käufer gleichzeitig. Jeder von euch darf denselben Text unter eigenem Namen rausbringen. Das klingt erstmal nach einem fairen Deal für alle. Zum echten Problem wird es in dem Moment, in dem dein Buch online geht.
Suchmaschinen wie Google mögen Dopplungen (Duplicate Content) nicht. Steht derselbe Text auf vielen Seiten im Netz, zeigt Google ihn nicht überall in den Ergebnissen an. Google pickt sich eine Version raus, die es für die beste hält. Die anderen fallen hinten runter. Für dich heißt das im Klartext: Liegt dein gekaufter Ratgeber wortgleich auf fünfzig anderen Websites, ist die Chance winzig, dass ausgerechnet deine Seite oben in der Suche auftaucht. Dazu müsstest du dir bei Google erst über Monate einen Namen gemacht haben.
Bei Amazon ist es sogar noch eine Nummer härter. Lädst du dort ein Buch hoch, das jemand vor dir schon mit demselben Text veröffentlicht hat, kommst du damit oft gar nicht erst rein. Amazons Systeme erkennen die Dopplung und schlagen Alarm, dein Buch fliegt dann direkt wieder raus oder wird gar nicht erst freigeschaltet. Die Korrektur ist unbequem, aber eindeutig. Entweder du schreibst den Massen-Text so stark um, dass am Ende wirklich ein eigenes Buch draus wird, was fast so viel Arbeit macht wie selber schreiben. Oder du du greifst gleich zu einem Exklusiv-PLR-eBook, den außer dir keiner bekommt. Ein sauberer, unverwechselbarer Text ist beim Verkauf sowieso die halbe Miete. Bei so einem Einzelstück fällt das mühsame Komplett-Umschreiben weg. Deine eigene Handschrift solltest du dem Text trotzdem geben, mit eigener Recherche und ein paar Gedanken, die nur von dir kommen. So wird aus dem gekauften Manuskript am Ende dein Buch und hebt sich von allem ab, was sonst da draußen liegt.
Fehler 4: Keine oder die falsche Nische
Viele schnappen sich ein möglichst breites Thema, um bloß keinen auszuschließen. Rausgekommen ist am Ende ein Buch, das keinen so richtig anspricht. „Tipps für ein besseres Leben“ verkauft sich schlechter als ein Ratgeber, der eine klar umrissene Lage trifft, etwa den Wiedereinstieg in den Job nach einer Krankheit oder den Dauerstress im Büro. So ein enges Thema nennt sich Nische, also eine kleine, fest abgegrenzte Gruppe mit einem ganz bestimmten Problem.
Der Grund dahinter ist simpel. Menschen kaufen, wenn sie sich in einem Angebot wiedererkennen. Wenn ein Buchtitel das Problem deiner Zielgruppe trifft, denken sie sofort: „Hier geht es um genau mich!” und legen los. Ein breit gefasstes Thema löst dieses Gefühl selten aus. Es bleibt vage und der Leser fühlt sich nicht angesprochen. Such dir also eine Gruppe mit einem echten Problem und ehrlichem Kaufinteresse und schneide dein eBook genau darauf zu.
Fehler 5: Den Preis in den Keller jagen
Der letzte große Fehler ist die Angst vorm eigenen Preis. Du bist neu, unsicher und setzt den Preis lieber niedrig an, damit überhaupt jemand zugreift. Das geht nach hinten los. Ein Ramschpreis flüstert dem Kunden „billige Qualität“ ins Ohr, bevor er auch nur die erste Seite gelesen hat. Und du ziehst die Sorte Käufer an, die am lautesten meckert und am wenigsten zahlt. Leute, die ein Buch nur wegen des Minipreises kaufen, hängen selten dran und beschweren sich beim kleinsten Anlass.
Ein fairer, selbstbewusster Preis macht zwei Dinge für dich. Er stellt dein eBook als etwas Wertiges hin und lässt dir eine Spanne zum Arbeiten. Diese Spanne, im Handel Marge genannt, ist der Teil vom Verkaufspreis, der dir nach allen Kosten übrig bleibt. Von zwei Euro pro verkauftem Buch bleibt dir nach Abzügen vielleicht ein Euro. Davon kannst du keine Werbung bezahlen. Und selbst hundert verkaufte Exemplare bringen dir am Ende einen Hunderter, für den du dich ganz schön krummgemacht hast. Trau dich, das Buch so zu bepreisen, wie Inhalt und Zielgruppe es hergeben.
5 Fehler aus Faulheit, die deinen Umsatz fressen
Diese fünf Fehler haben eines gemeinsam: Sie werden aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit begangen, aber nicht aus Dummheit. Das fertige eBook verleitet dazu, den Rest der Arbeit zu überspringen. Und genau dieser Rest entscheidet über deinen Umsatz. Willst du mit einem Text starten, den sonst keiner hat, findest du die aktuellen Exklusiv-Titel hier.
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